
GaryOderNichts hat einen neuen Kernel-Exploit präsentiert, der eine Schwachstelle im DNS-Client der Wii U ausnutzt. Mittels DNS wird zu einem Domain-Namen die zugehörige IP-Adresse ermittelt.
DNS-Exploit für die Wii U.
Bei dem Netzwerk-Stack der Wii U handelt es sich um eine modifizierte Version von NicheStack, welches von InterNiche Technologies entwickelt wurde. Erst vor zwei Jahren wurde die Schwachstelle CVE-2020-25928 bekannt; ein Heap-Buffer-Overflow, der zu Remote-Code-Execution führen kann. Konkret muss ein modifiziertes DNS-Paket gesendet werden, welches in einen Puffer mit fester Größe geladen wird – dabei wird die tatsächliche Größe allerdings nicht überprüft. Es stellte sich heraus, dass Nintendo diesen Bug sogar schon selbst behoben hatte – allerdings nicht vollständig. Den vollständigen Write-Up findet ihr auf dem Blog von GaryOderNichts.
Das Ende vom Lied: Eine neue, einfache Möglichkeit, bspw. Aroma einzurichten. Auf GitHub findet ihr auch eine Anleitung, wie ihr DNSpresso selbst hosten könnt.
Es ist unglaublich aufregend zu sehen, wie aktiv einige Leute in der WiiU Scene aktuell sind.
Ich habe gerade gesehen, dass gestern ISFShax veröffentlicht wurde, wodurch es möglich ist, Wii U Konsolen mit defektem NAND ohne Ausstausch des NANDs von der SD-Karte zu booten: https://gbatemp.net/threads/fixing-system-memory-error-160-0103-failing-emmc-without-soldering-using-rednand-with-isfshax.642268/