Was wurde eigentlich aus… Philips Klage gegen Nintendo

philips-wii-u-verkaufsstoppIm Mai 2014 berichteten wir darüber, dass Philips wegen zwei Patenten, die Nintendo verletzt haben soll, eine Klage gegen den japanischen Spielehersteller eingereicht hat. Ziel war der Verkaufsstop der Wii U – doch was wurde daraus eigentlich?

Das eine Patent ist ein "Virtual body control device"  Patent, was eine Technik ist um den Spielcharakter per Gesten zu steuern. Beim zweiten Patent handelt es sich um ein "User interface system based on pointing device" Patent, welches die Gestensteuerung mithilfe einer Kamera und einem Eingabegerät beschreibt. Die Techniken sollen in der Wii, der Wii Remote Plus und der Wii U zum Einsatz kommen. Philips reichte Klage gegen Nintendo in Deutschland, dem Vereinigten Königreich, Frankreich und den Vereinigten Staaten ein.

Nur einen Monat danach gewann Philips die Klage im Vereinigten Königreich, einen Verkaufsstopp der Wii U hatte dies jedoch nicht zur Folge.

Im Dezember 2014 gab Philips bekannt, dass Philips und Nintendo sich außergerichtlich einigen konnten. Ob und wie viel Geld geflossen ist, ist nicht bekannt. In der Pressemitteilung heißt es nur, dass beide Firmen nun auf das Patent-Portfolio der jeweils anderen Firma zugreifen können (sog. Kreuzlizenzierung).