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Was wurde eigentlich aus… der Nintendo-Niederlassung in Großostheim?

nintendo-grossostheimIm Juni 2014 berichteten wir darüber, dass Nintendo die Europa-Niederlassung in Großostheim schließt und seinen Standort nach Frankfurt am Main verlegt. Doch was wurde eigentlich aus dem Gelände in Großostheim?

Schon seit einiger Zeit hängt der Nintendo-Schriftzug nicht mehr am Gebäude. Die ehemalige Nintendo-Niederlassung in Großostheim wird seit Sommer 2015 als Ausweichquartier der Linde Material Holding GmbH genutzt, da die alte Zentrale in Aschaffenburg saniert werden muss. Alle 280 Mitarbeiter mussten daher in die Großostheim-Zentrale umziehen – Ende 2016 soll die Sanierung abgeschlossen sein. Doch was passiert danach?

Das Gelände wurde mittlerweile von der Thelen-Gruppe gekauft. Die deutsche Logwin Gesellschaften haben mit der Thelen-Gruppe einen Mietvertrag abgeschlossen und werden ihre Zentrale ab Mitte 2017 von Aschaffenburg nach Großostheim verlegenErst letzten Monat gab die Thelen-Gruppe bekannt, dass man das rund 56.000 Quadratmeter große Gelände noch mehr bebauen möchte. Geplant sind ein weiteres Büro und ein weiteres Logistikgebäude, welches für Logwin vorgesehen ist. In das neue Büro soll dann eine Firma aus Mainaschaff einziehen – um welche Firma es sich handelt, ist aufgrund laufender Verhandlungen nicht bekannt. Ende Oktober wurde bekannt, dass der Onlinehändler "Publikat" aufgrund steigenden Platzbedarfes in dieses Büro einziehen wird.

Im März 2017 gab Publikat bekannt, dass neue Buroräume für 250 Mitarbeiter entstehen werden – das neue Verwaltungsgebäude soll sich über 3200 Quadratmeter über vier Stockwerke erstrecken, mit einer Nutzfläche von knapp 800 qm. Der Umzug soll im Herbst 2017 abgeschlossen sein.

Trotz des Umzugs von Nintendo wird Großostheim dennoch immer noch einen Platz in unserem Gamer-Herz haben.

Die letzte Aktualisierung des Artikels geschah am 21. November 2017.

Nintendo schließt Niederlassung in Großostheim

Ehemalige Nintendo of Europe Niederlassung in Großostheim - Foto: Rudolf Stricker
Ehemalige Nintendo of Europe Niederlassung in Großostheim – Foto: Rudolf Stricker

Bei Nintendo finden momentan Umstrukturierungen statt, und die haben leider auch negative Konsequenzen: Nintendo wird die Zentrale in Großostheim schließen und Frankfurt am Main zum neuen Heimatort von Nintendo of Europe machen.

Durch die Schließung verlieren ca. 130 Mitarbeiter ihren Job. Der Bürgermeister von Großostheim und der Landrat haben bereits den Ministerpräsidenten Horst Seehofer kontaktiert und fordern einen Sozialplan, um den Angestellten die Überbrückungszeit möglichst leicht zu gestalten.

Nintendo bedauert diesen Schritt sehr, man müsse sich aber "an einen schnell wandelnden Markt anpassen".

Nintendo of Europe hat einen Konsultationsprozess bezüglich mehrerer Änderungen seiner Organisationsstruktur begonnen. Langfristiges Ziel dieser Änderungen ist, dass sie dem Unternehmen ermöglichen sollen, sich besser an einen sich sehr schnell wandelnden Markt anzupassen. Zu diesen Änderungen zählen die Zusammenlegung der beiden Standorte Frankfurt am Main und Großostheim – Frankfurt würde dann die neue Europazentrale des Unternehmens werden -, die Schließung des Lagers und des Bürostandortes Großostheim, sowie das Outsourcing und die Neuorganisation weiterer Funktionsbereiche. Die Entscheidung, diese Änderungsmaßnahmen in den Konsultationsprozess zu geben, wurde nicht leichtfertig getroffen. Vielmehr liegen ihr umfassende Analysen und gewissenhafte Abwägungen zu Grunde. Leider hätten diese Maßnahmen für einige der Mitarbeiter in Großostheim direkte Konsequenzen, da rund 130 festangestellte Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verlieren würden. Um die Umsetzung der Maßnahmen sozialverträglich gestalten zu können, werden sich die Unternehmensleitung und der Betriebsrat eng abstimmen. Wichtigstes Ziel der Verhandlungen ist, bei den betroffenen Mitarbeitern so schnell wie möglich für Klarheit zu sorgen und ihnen größtmögliche Unterstützung zukommen zu lassen.