Nintendo schließt Niederlassung in Großostheim

Ehemalige Nintendo of Europe Niederlassung in Großostheim - Foto: Rudolf Stricker
Ehemalige Nintendo of Europe Niederlassung in Großostheim – Foto: Rudolf Stricker

Bei Nintendo finden momentan Umstrukturierungen statt, und die haben leider auch negative Konsequenzen: Nintendo wird die Zentrale in Großostheim schließen und Frankfurt am Main zum neuen Heimatort von Nintendo of Europe machen.

Durch die Schließung verlieren ca. 130 Mitarbeiter ihren Job. Der Bürgermeister von Großostheim und der Landrat haben bereits den Ministerpräsidenten Horst Seehofer kontaktiert und fordern einen Sozialplan, um den Angestellten die Überbrückungszeit möglichst leicht zu gestalten.

Nintendo bedauert diesen Schritt sehr, man müsse sich aber "an einen schnell wandelnden Markt anpassen".

Nintendo of Europe hat einen Konsultationsprozess bezüglich mehrerer Änderungen seiner Organisationsstruktur begonnen. Langfristiges Ziel dieser Änderungen ist, dass sie dem Unternehmen ermöglichen sollen, sich besser an einen sich sehr schnell wandelnden Markt anzupassen. Zu diesen Änderungen zählen die Zusammenlegung der beiden Standorte Frankfurt am Main und Großostheim – Frankfurt würde dann die neue Europazentrale des Unternehmens werden -, die Schließung des Lagers und des Bürostandortes Großostheim, sowie das Outsourcing und die Neuorganisation weiterer Funktionsbereiche. Die Entscheidung, diese Änderungsmaßnahmen in den Konsultationsprozess zu geben, wurde nicht leichtfertig getroffen. Vielmehr liegen ihr umfassende Analysen und gewissenhafte Abwägungen zu Grunde. Leider hätten diese Maßnahmen für einige der Mitarbeiter in Großostheim direkte Konsequenzen, da rund 130 festangestellte Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verlieren würden. Um die Umsetzung der Maßnahmen sozialverträglich gestalten zu können, werden sich die Unternehmensleitung und der Betriebsrat eng abstimmen. Wichtigstes Ziel der Verhandlungen ist, bei den betroffenen Mitarbeitern so schnell wie möglich für Klarheit zu sorgen und ihnen größtmögliche Unterstützung zukommen zu lassen.